Mein erster Arbeitstag war toll.
Ich bin in der Werkstechnik eingesetzt. Diese Abteilung ist für alles zuständig, was an der Arbeit kaputt geht. Dann rücken wir aus und reparieren es wieder. Ein sehr abwechslungsreicher Job. Da aber nun nicht täglich etwas kaputt geht, kümmern wir uns auch um den internen Firmenumzug. Denn SMA expandiert und baut ständig neue Produktionshallen.
Anfänglich hatte ich etwas bedenken, dass ich in der Arbeitskleidung meine Weiblichkeit verliere, aber meine äußere Erscheinung ist bereits weiblich genug. Desweiteren trage ich weiterhin meinen Schmuck und rosa Söckchen, die durch die Arbeitsschuhe schimmern.
Natürlich ernte ich komische Blicke, aber niemand sagt etwas. Es macht mir sehr viel Spaß den Männern zu zeigen, dass ich trotzdem noch genauso zupacken kann wie vorher. Teilweise sind die Jungs sogar irritiert, da sie nur da stehen und die verschiedenen Baugruppen montieren und ich die Arbeitsplätze demontiere, was wesentlich schwerere Arbeit ist.Auf etwas Entfernung sieht man ja kaum noch das ich ursprünglich männlich war. Erst bei genauerem hinsehen und aus der Nähe erkennt man es.
Es fühlt sich verdammt gut an, jeden Tag meinem Ziel näher zu kommen.
Am Anfang habe ich über jede Bewegung nachgedacht, ob es auch weiblich erscheint, mittlerweile ist alles so selbstverständlich und ich handele einfach.
Auch das Schminken, Anziehen und die anderen typisch weiblichen Sachen gehen mir immer leichter von der Hand.
Mein Freundinnenkreis wächst täglich und ich bekomme eine Menge Tipps und Tricks.
Das einzige was nun noch fehlt um rundum glücklich zu sein ist Sonne! Seit Tagen regnet es immer wieder.
Da ich mich erst an den neuer Rhythmus gewöhnen muss, werden meine Beiträge in den nähsten Tag nur auf das wichtigste Beschränkt. Der Riesenrummel um meine Person ist ja nun fast vorbei ist, werde ich nur noch die wirklich außergewöhnlichen, lustigen, traurigen, seltenen oder anders denkwürdigen Ereignisse berichten.
Ich hoffe ich habe Euer Verständnis.
Also hoffen wir, das es bald (ich denke ja schon) wieder was zu berichten gibt.
Ich bin genauso gespannt wie Ihr.
Bis dahin.
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